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Mit Norbert Nagy hat das jenseits eine neue Leitung

|   News, Philosophie, Seelsorge, Spiritualität, Team

Ein neues Gesicht und viel frischer Wind im Bogen 11 + 12

Seit dem 1. Mai hat das jenseits IM VIADUKT mit Norbert Nagy eine neue Leitung gefunden, die frischen Wind in die Viaduktbögen an der Josefwiese bringt.

1985 kommt Norbert in der multiethnischen und multikulturellen Stadt Oradea in West-Transsylvanien (Rumänien) zur Welt. Seine Kindheit wurde stark von einem sprachlichen und konfessionellen Pluralismus geprägt, was wohl auch seinen Entscheid, nach dem Gymnasium Theologie zu studieren, beeinflusste. Seine Studienzeit verbrachte er an Orten wie Cluj-Napoca, Prag, Bonn, Bern und Freiburg und lernte dabei spannende Menschen, neue Kulturen und Religionen kennen, die ihn bis heute begleiten.

Seit 2012 lebt er in der Schweiz, wo er nach seinem Studienabschluss an der Uni Freiburg als Theologe und danach als Pastoralassistent für Jugend- und Familienpastoral in Deutschfreiburg arbeitete. Zuletzt war er als stv. bischöflicher Delegierter für die Bistumsregion Deutschfreiburg und als Mitarbeiter der Fachstelle Bildung und Begleitung in Freiburg tätig. Mit einem Rucksack voller Erfahrungen und viel Elan nimmt er sich als neue Leitung des jenseits IM VIADUKT den Themen Spiritualität, Kultur und Nachhaltigkeit an.

Um ihn euch etwas näher zu bringen, haben wir Norbert in einem Interview auf den Zahn gefühlt. 

Nach Paris fliegen oder mit dem Zug?

Definitiv mit dem Zug.

Welches Buch hat Dein Leben nachhaltig beeinflusst?

Eleanor H. Porter: Pollyanna

Sollte man als Mann an die Frauenstreik-Demo?

Ob «man» sollte, weiss ich nicht. Ich habe teilgenommen. Es war grossartig!

Du hast die Leitung vom jenseits IM VIADUKT übernommen, wie bist Du zu dieser Aufgabe kommen?

Ich habe die Ausschreibung gesehen und eines war für mich klar: hier muss ich mich bewerben. Traumjob ist oft eine Floskel, aber bei dieser Stelle hatte ich von Anfang ein einziges Gefühl: Faszination.

Du bist bald 2 Monate im jenseits IM VIADUKT, wie war dein Ankommen rückblickend, gibst Du uns ein kleines Zwischenfazit?

Die Freude und Offenheit beim Empfang durch meinen Vorgesetzten und vom gesamten jenseits-Team hat mich zutiefst beeindruckt. Ich habe dabei ein grosses Willkommens-Gefühl verspürt, wofür ich von Herzen dankbar bin. Die ersten Wochen waren ziemlich anstrengend, denn für mich war ALLES neu: die Stadt, die Umgebung, das Team und ein Teil der Aufgaben auch. Mittlerweile habe ich mich gut eingearbeitet und mich in Zürich eingelebt. Ich freue mich jeden Tag ins jenseits zu kommen und mit diesem tollen Team zusammenzuarbeiten. Nun freue ich mich Dich, liebe*r Leser*in auch persönlich kennenzulernen!

Wie wird man in naher Zukunft das jenseits IM VIADUKT wahrnehmen?

Wir sind und bleiben ein Ort der Begegnung im Auftrag der Katholischen Kirche im Kanton Zürich und werden weiterhin spannende Veranstaltungen aus dem Bereich der Spiritualität, Kultur und Nachhaltigkeit anbieten. Jeder Wechsel ist aber auch ein Wandel. Ich freue mich diesen Wandel für euch und mit euch gestalten zu dürfen.

Wie nimmst Du Zürich und das Quartier um das Viadukt wahr?

Ich bin seit 10 Jahren in der Schweiz. Diese Jahre habe ich in Bern und Fribourg verbracht, wo ich gelebt, studiert und gearbeitet habe. Das diverse, offene und multikulturelle Zürich hat mich aber immer fasziniert. Unser Quartier ist sehr lebendig, jung und dynamisch. Hier bin ich am Puls der Zeit und nah bei den Menschen. Oft entstehen spontane Gespräche, die mich sehr inspirieren oder gar berühren.

Muss man in der Kirche sein, um an Gott zu glauben? 

Der/die an Gott glaubt, ist bereits Teil der Kirche, zumindest der unsichtbaren Kirche.

Für welche drei Dinge in Deinem Leben bist Du am dankbarsten?

Für meine Familie, für meine Freunde, für den Glauben, der mir Halt und Hoffnung gibt.

Wann hast Du das letzte Mal eine Vorschrift oder Regel missachtet und warum?

Als wir an der Uni Kirchenrecht studierten, hat unsere Professorin in Fribourg immer betont: das Heil der Seelen ist das höchste Gesetz. Das heisst das Wohl der Menschen, einer Gemeinschaft steht immer im Mittelpunkt. Jesus hat das ähnlich formuliert, als er die Pharisäer kritisierte: «Der Sabbat wurde für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat» (Markus 2, 27). Diese Haltung ist für mich gerade als Mitarbeiter der Kirche massgebend.

Was sagst Du Leuten welche Angst vor dem Wandel haben?

Zunächst einmal, dass die Angst ein schlechter Berater ist. Für mich bedeutet Wandel ein Stück weit meine eigene Komfortzone zu verlassen und mich dem Neuen, Unbekannten und Unberechenbaren mit Zuversicht zu stellen. Es braucht sicher Mut, aber ich möchte den Wandel lieber mitgestalten, als mich davor zu verschliessen.

Der Mensch stellt sich im Verlauf seines Lebens viele Fragen. Findet er in der Religion die Antworten?

Die Weltreligionen sind voll von Weisheiten, weil sie auf die Lebens- und Gotteserfahrung von unzähligen Generationen bauen. Der Mensch wird im Laufe des Lebens viele Antworten auf seine Fragen finden, und trotzdem werden zahlreiche Fragen unbeantwortet bleiben. Denn das Leben ist schliesslich das grösste Geheimnis. Ich betrachte meinen Glauben als ein Fenster zu diesem Geheimnis. Wenn ich das Fenster öffne, schauen Gott und ich uns ins Gesicht, manchmal lachen und manchmal weinen wir dabei. 

 

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